

"Dry Friction" (trockene Reibung) kann verstanden werden als Klanggesten metallener Oberflächen, die miteinander in Kontakt stehen. Transformationen sowohl in der "time-domain" (Zeitdehnung und -schrumpfung, Texturbildungen, Granularsynthese und Filterungen, etc.) als auch in der "frequency-domain" (spektrale Veränderungen, Verschmierungen, Focussierungen auf bestimmte Harmonische, etc.) führen zu einer Klangbearbeitung im Sinne fortschreitender Veränderung. Die verwandtschaftlichen Beziehungen zwischen den einzelnen Klängen lassen sich in einer Mindmap als Baumstruktur visualisieren. Die Vorstellung von "Metall" wird auch hörbar durch metallische Resonanzen und Räume, obschon manchmal auch ein Eindruck von Flüssigkeit entsteht. Die Wiederkehr komplexen Materials und dessen akustische Ableitungen können im weiteren Sinne als "motivisch-thematische Arbeit" verstanden werden, die durch verschiedene Erscheinungsformen der Reibung führt.
Dry Friction wurde ausgewählt zur Aufführung im Rahmen der International Computer Music Conference 2012 (ICMC), Ljubljana, Slovenien und zum EMUFest 2012 "Festival Internazionale di Musica Elettroacustica del Conservatoria S.Cecilia", Rom, Italien.
Elektroakustik, 12:55
CD: Radikal Audio Lab. - RAL 5005, NURNICHTNUR 112 05 26, LC 05245
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